Der Boxberg
Die Rennbahn in Deutschlands starker Mitte
Die Chronik in Streifzügen

Bereits vor der eigentlichen Gründung der Galopprennbahn hatte es Pferderennen auf dem Boxberg gegeben.
Am 13. April 1878 gründete sich auf Anregung des damals regierenden Herzogs von Sachsen-Coburg-Gotha Ernst II. der Rennverein für Mitteldeutschland mit Sitz in Gotha. Durch einen Vorschuß von 170 000 Reichsmark durch den Herzog konnte der Verein das 80-ha große Terrain der heutigen Galopprennbahn kaufen, welches bis dahin als Exerzierplatz der herzoglichen Armee diente.
Es entstand in den nächsten Jahren eine mustergültige Anlage mit einer im englischen Stil erbauten Holztribüne, die alle Höhen und Tiefen der Jahre bis heute überstand und hoffentlich bald in neuem Glanz erstrahlen wird.
Nach einer huldvollen Spende des Leutnant Werner von Seebach wurden in den darauffolgenden Jahren das "v. Seebach-Erinnerungsjagdrennen" mit einer Distanz von 6000 Metern mit zum Teil klobigen aber immer fairen Sprüngen durchgeführt.
Die Renntage auf dem Boxberg waren vor dem ersten Weltkrieg ein Ereignis allerersten Ranges. Mit dem "Grünen Herz von Thüringen" fand die, mit 30 000 Reichsmark, höchstdotierte Prüfung für 2-jährige Rennpferde in Deutschland statt. Über Deutschlands Grenzen hinweg war die "Gothaer Rennwoche" ein Begriff.
Die bedeutensten Prüfungen waren:
  • Preis von Thüringen Rennen für 2jährige Stuten und Hengste; Distanz 1000 m
  • Preis vom Boxberg Ausgleich II Rennen für 3-jährige und ältere Stuten und Hengste; Distanz 2400 m
  • Gothaer Jagdrennen Rennen für 4-jährige und ältere Rennpferde; Distanz 3600 m
Schlaglichter:

1914 Absage aller Renntage, die Hindernisbahnen wurden beseitigt und das Gelände landwirtschaftlich genutzt

1928 50-jähriges Bestehen des Vereins und der Galopprennbahn
Endlich waren alle Schwierigkeiten überwunden und das eigentliche Ziel, die Durchführung von Vollblutrennen zur Hebung der Landespferdezucht, konnte wieder aufgenommen werden. Aufbau der Hindernisbahn

1929 Bau der Thüringer Waldbahn zum Boxberg

Zweiter Weltkrieg Während der gesamten Krieges wurden keine Rennen durchgeführt

1946 Gründung eines neuen Vereins zur Durchführung von Rennen - "Genossenschaft für Vollblutzucht und Rennen Thüringen e.V."
Himmelfahrt 1946 erste Rennen nach dem Krieg

1953 75-jähriges Bestehen der Galopprennbahn. Die Eigentumsverhältnisse ändern sich, der Verein wird enteignet und die Anlage geht in Volkseigentum über

Im Gegensatz zu anderen Rennplätzen der DDR hat sich auf dem Boxberg vor allem der Amateurrennsport durchgesetzt, ein Verdienst des Amateuraltmeisters
Dr. Fritz Ludwig.

1960 Einführung der "Großen Einlaufwette"

1961 Gestüt Bockstadt-Massenhausen zieht auf dem Boxberg ein, ab jetzt
VE Gestüt Boxberg

1967 Tod des Ausnahmepferdes "Niederländer", sein Grab und ein Gedenkstein erinnern noch heute an ihn

1972 Die berühmte und erfolgreiche "Gothaer Rennwoche" wird abgeschafft, es finden nur noch Einzelrenntage auf dem Boxberg statt

1978 100 Jahre Galopprennbahn Boxberg, keine Würdigung der Zentrale für Vollblutzucht und Rennen Berlin

1980 Der unverwüstliche Halbblüter "Dingo" erringt im hohen Alter von 17 Jahren innerhalb einer Woche zwei Siege auf dem Boxberg0

1989 Umbruch in der DDR, letzter Renntag im August

1991 Beeindruckende Eröffnung des Rennjahres unter der Regie des neugegründeten "Rennvereins für Mitteldeutschland", Galopp- und Trabrennen in Kombination

1992 Austragung der Deutschen Meisterschaft für Vielseitigkeit der Ponys und des Bundeswettkampfes in der Vielseitigkeit

1994 Austragung des Finales der Winergy-Trophy in der Vielseitigkeit

1998 Internationaler Araberrenntag auf dem Boxberg

2000 Die Kley-v. Rümker Boxberg GmbH kauft nach langen Verhandlungen die gesamte Anlage der Galopprennbahn

Es finden zwei Renntage statt, der zweite (8. Oktober) wird erstmals vom, im Juni neugegründeten Rennverein Gotha -Boxberg 2000 e.V. organisiert

2001 Für das folgende Jahr sind fünf Renntage geplant!

Zukunft Sie ist ungewiss, doch wir blicken voller Hoffnung und Zuversicht in sie!
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